Cogito ergo sum…

…hic falsus!

Ich denke also bin ich...

...hier falsch!

Die letzten Wochen waren insgesamt nicht so erfreulich. Die süße, kleine Firma für die ich gearbeitet hab wurde durch die aktuelle wirtschaftliche Lage ordentlich gebeutelt. Irgendwie wollen die Hobby-Kapitäne im Moment kein Geld ausgeben. Da die Umsätze massiv eingebrochen sind blieb ihnen nichts anderes übrig als die größte Kostenstelle, die man streichen konnte zu kürzen. Das war ich, der einzige echte Angestellte.

Halb so schlimm dacht ich mir, lag ja nicht an mir, schau ich mich mal nach den Alternativen um. Mein Diplomarbeitslehrstuhl hat mir dann auch tatsächlich einen Job angebeten. Allerdings war ich mir noch nicht ganz sicher ob ich zurück an die Uni will und hab mich in der Industrie noch ein wenig umgeschaut. Neben einigen Angeboten, für die ich einfach zu gut war ( Klingt das eingebildet? ), gab es auch zwei Angebote über die ich sehr genau nachgedacht hab. Allerdings hat mich bei der einen die Thematik und bei der anderen die Art, wie die Firma geführt wird nicht so wirklich überzeugt.

Nach vielen schlaflosen schlecht geschlafenen Nächten hab ich mir überlegt, dass ich doch noch ein wenig Forschung in Reinkultur betreiben und mir meine zwei zusätzlichen Buchstaben verdienen will.

Aber denkste! Ein großer Industriekonzern hat beschlossen, dass er jetzt sparen muss und deshalb einen Drittmittelvertrag frühzeitig kündigen will. Das war’s mit der Stelle.  🙁

Zwischendurch ist mir dann noch mein Notebook abgeraucht. Der 1GB-Rigel mochte Flugzeuge wohl nicht so. Und mit 256MB Ram ist nichts mehr mit Multitasking: Link in einer Email anklicken hieß, dass man erstmal in die Küche gehen kann um sich was zu trinken zu holen, bis irgendwann mal der Browser gestartet ist. Das konnte ich auf Stellensuche so richtig gebrauchen! Naja jetzt hab ich wieder einen. Der hat zwar im Versand auch den 1GB Riegel verloren. Aber der 2GB hat überlebt. 🙂 Und für den sie die Riegel auch deutlich günstiger. 🙂

Naja jetzt schau ich mich erstmal weiter um. Irgendeine Stelle zu bekommen ist zum Glück kein Problem. Ich muss mich also nicht wirklich um meine Zukunft sorgen. Aber irgendwie bin ich inzwischen ganz schön Zickig geworden. Was mir sorgen macht, ist dass ich wohl damit durchkomme. Zumindest wenn ich bereit bin umzuziehen. Meine bessere Hälfte ist davon nicht so begeistert, aber jetzt muss ich erstmal fertig ausloten was für Möglichkeiten ich hab.

Sollte also noch jemand einen Entwickler suchen, der sich mit Mikrocontrollern gut versteht und Freude daran hat sich über Echtzeitprobleme den Kopf zu zerbrechen, darf er sich gerne bei mir melden.

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