Cogito ergo sum…

…hic falsus!

Ich denke also bin ich...

...hier falsch!

Ich wollte ja noch ein wenig über Kroatien schreiben. Mal sehen.

Also erstmal waren wir in Istrien. Gleich am ersten Abend haben wir bekanntschaft mit den Preisverhältnissen in Kroatien gemacht. Der Campingplatz war recht teuer, aber noch im Rahmen. Ich hab gleich mal festgestellt, dass keine Gas mehr im Kocher war. Da wir auch keine Lust hatten noch groß auf die Suche nach Katuschen zu gehen haben wir beschlossen in den kleinen Restaurant auf den Campingplatz zu essen. Etwas verwirrung stiftete die Rechnung. 90 Kuna. Umgerechnet 12 Euro 50. Für zwei Personen auf einen Campingplatz. Und die Portionen waren weder klein noch schlecht.

Mit der Zeit fanden wir raus, dass das halt Kroatien ist: Cappuccino für 90 ct. Gebäck in der Bäckerei für ca 50ct, das bei uns mindestens 1 Eur 20 kosten würde. Auf jeden Fall haben wir während der ganzen Zeit kaum selber gekocht – im Gegensatz zu Schottland.
Weiter ging es dann duch die verschiedenen Städtchen Instriens. Die waren nett, aber irgendwie nicht so wirklich beeindruckend. Für Leute die sich mehr für Geschichte interessieren (Hannes, FloR) wäre es sicher interessanter gewesen, da man viele Spuren der venezianischer Herrschaft und der Römer findet. Aber man findet auch viele deutsche Spuren. Z.B. von der k.u.k.Kriegsmarine. Oder auch viele der Bauskizzen für Burgen sind auf Deutsch.

So haben wir dann die Westküste mit ein paar Abstechern ins Inland „abgegrast“ um an der Ostküste zurück zu fahren. Dort sind wir dann einen kleinen Umweg über eine Halbinsel gemacht. Dort haben wir dann die ersten Bakanntschaften mit den typisch kroatischen Straßenverhältnissen gemacht: Es sind grundsätzlich nur Orte ausgeschildert die nicht auf der Karte sind, sie gehen grundsätzlich nicht grade aus, auch wenn dies landschaftlich möglich wäre und wenn es Bergab geht hofft man, dass die Bremsen nicht versagen. Hier bekommt man doch ein etwas mulmiges Gefühl wenn die Motorbremse im ersten Gang richtung 5000 Umdrehungen geht. Auf jeden Fall bekamen kamen wir langsam in kontakt mit dem Rest Kroatiens. Die Autofahrer fahren wie sau, die Campingplätze werden schlechter und das Essen noch günstiger.

Nach unserem Unfall ging es dann die Kverner Bucht entlang. Die Küste ist schön, aber nicht wirklich berichtenswert. Auch hier immer wieder der Venezianische Löwe und alte deutsche Texte.

Unser nächstes Abendteuer erlebten wird dann im Nationalpark Sjeverni Velebit. Es hat den ganzen Vormittag geregnet, aber als Anke mich dann endlich überredet hatte doch nicht rein zu fahren, sondern weiter, hat es aufgehört zu regenen. Also sind wir den großen Schildern zum Eingang des Parks gefolgt. Bis die geteerte Straße aufhörte und wir dann auf einem mehr schlechten als rechten Waldweg landeten. Aber ein Einheimischer konnte uns dann mit drei Worten englisch und Gebärdensprache bestätigen das wir doch auf dem richtigen Weg waren. Weiter ging es dann im Schrittempo. Bis wir dann auf den an anderer Stelle gesperrten Hauptzugangsweg gestoßen sind, der auch für Busse ausgelegt ist. Der einzige Unterschied: Die Kurven sind großzügiger. Wie da zwei Busse an einander vorbei kommen sollen ist mir Schleierhaft. Ich war froh, dass wir auf der gesammten Strecke von ca 10km keinen Gegenverkehr hatten. Am Ziel angekommen haben wir dann auch einen Ranger (etwas gelangweilt) angefunden und sind losgewandert. Eine Karte hielt ich nicht für nötig, da die Wege laut Ranger gut ausgeschildert sind. Das waren sie auch – zumindest der Hinweg. Auf dem Rückweg wollte ich einen kleinen Umweg gehen.

Daraus wurde dann ein etwas größerer Umweg da wir die erste Abzweigung, die ich eigentlich nehmen wollte, verpasst haben. Zumindest an der zweiten war ein Wegweiser, was die Nerven wieder ein wenig beruhigt hat. Der Umweg hat sich auch gelohnt da er durch ein sehr schönes Gebiet führte. Das Einzige Problem: Die Wegmarkierung. Während sich auf manchen Abschnitten auf denen man sich fragte ob es überhaupt irgend möglich ist den Weg zu verlassen alle drei Meter Markierungen gab, haben wir sie zwei, naja drei mal verloren. Das erste mal haben wir sie recht schnell wieder gefunden. Das zweite mal wars schon komplizierter. Zumal es keinen Weg mehr gab, da vor uns schon mehr Leute auf der Suche nach dem Weg durch den Wald geirrt sind. So gab es massenweise Trampelpfade die alle ins Leere führten. Inrgendwann hab ich dann doch ca 100m von der letzen Markierung entfernt auf einem Stein versteckt eine gefunden, die man aber erst sehen konnte wenn man keine 5 Meter mehr entfernt war. Und das dritte mal gab es nur eine Markierung, die man so interpretieren konnte, dass der Weg über die Wiese geht. Die Wiese war aber etwas größer und trotz Steinen auf der Wiese gab es keine Markierung. Und über die Wiese gab es mehr Wege. Auf jeden Fall ging ein recht breiter Waldweg von der Wiese ab, der in besserem Zusand war, als der auf dem wir mit dem Auto gekommen sind. Da ich die Nase voll hatte und es dann auch noch anfing zu regnen beschloss ich, dass wir dem Weg jetzt einfach folgen, egal wo er hin führt. Und siehe da: Ein paar Meter den Weg entlang war dann versteckt auf einem Baum wieder eine Markierung. Auf dem Weg sind wir dann recht schnell vorann gekommen und tatsächlich beim Auto rausgekommen.

Zurück ging es im Regen. Leider haben wir auf dem Hinweg keine Bilder von der Straße gemacht. Mit Wasser geflutet sieht sie nämlich nur noch halb so schlimm aus, weil man nicht sieht wie Tief das Wasser ist:

Am nächsten Tag sind wir dann zu den Plitwizer seen:

Ein wunderschöner Naturpark mit vielen Wasserfällen. Dort sind wir dann sechs Stunden durch die Gegend gewandert um dann abends weiter nach Duga Resa zu fahren. Der letzten Station unserer Reise.

Dort hab ich dann Marija getroffen. Marija hab ich vor 8 oder 9 Jahren im Internet kennnen gelernt. Wir hatten damals eine Recht intensive Emailfreundschaft bis sich das irgendwann verlaufen hat. Auf jeden Fall wurden wir dann gleich mal zum Abendessen eingeladen was uns dieses Problem nach 6 Stunden Wandern und über eine Stunde Schlangenlininen fahren vom Hals geschaffen hat (kurven Fahren kann ich jetzt wirklich!). Den nächsten Tag haben wir dann recht entspannt verbracht. Wir sind erstmal zur Euroherc, welche uns erzählt hat, wir sollten morgen wiederkommen. Dann haben wir uns noch Duga Resa und Karlovac angeschaut.

In dem Gebiet sieht man noch viele Schäden des Krieges (Einschusslöcher in den Häusern etc), was ich nach 10 Jahren nicht in dem Maß erwartet habe. Des weiteren geht es der Region nicht all zu gut, da sie Touristisch nicht ganz so attraktiv ist und es auch wirtschaftlich nicht so doll aus sieht. Politisch scheint es dort auch ein nicht zu unterschätzendes Pulverfass zu sein. Zumal reiche Serben, gegen die ja Krieg geführt wurde, nun in die Region ziehen. Spannungen sind da nicht zu vermeiden.

Nach einer weiteren Nacht auf dem schönsten Campingplatz unserer Reise, zu dem man über die Längste Auto-Holzbrücke Europas(?) musste, sind wir dann wieder nach Hause gefahren.


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